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قديم 10-09-2005, 04:53 PM
Raif Toma Raif Toma غير متواجد حالياً
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تاريخ التسجيل: Jul 2005
المشاركات: 90
افتراضي Analyse der reaktionen auf den Artikel des Patriarchen

Nach meiner Analyse der vielen Kommentare und der bürgerlichen Reaktionen über den veröffentlichten Artikel seiner Heiligkeit des Patriarchen Mar Zakka I Iwas in der Zeitung „Al-Nahar“ von 12.06.2005 mit der Überschrift „eine historische Ergänzung im Aufbau einer arabischen Kultur - Islam und Christentum“, möchte ich noch einmal auf den ganzen Sachverhalt und sein Folgen der Diskussionen um das Thema eingehen.

Der Artikel verursachte in der Diaspora und in der Heimat, eine starke Entsähuschung und Diskussionen. Nicht nur bei den Gläubigen der syrischen Kirche, sondern auch bei den Angehörigen anderer Kirchen unsres Volkes, sowie bei den nationalistischen Organisationen und deren Kader.


Wie ich anfangs vermutet habe, haben einige dies ausgenutzt, und Kritiker als antikirchlich, antiklerikal und antireligiös zu bezeichnen und dies auf Grund pan-mesopotamistischer assyristischer Gedanken begründet. Es herrschte auch oft eine gewohnte Emotionalität.

Ich persönlich bat seiner Heiligkeit in einem an ihn gerichteten Schreiben darum, eine väterliche Erklärung zu veröffentlichen, wie dies die Gläubigen unserer Kirche zu verstehen sollen. Denn ich las auch von seiner Heiligkeit, einiges was dem Gegenteil beweist.

Dass die meisten Angehörigen der syrisch-orthodoxen Kirche nichts für den Arabismus empfinden und keinen Stolz in ihm haben, ist sicherlich deutlich. Sie wollen eine Fahne des politischen Arabismus nicht empor hochheben. Sie empfinden zum größten Teil auch keine arabische Nationale Zugehörigkeit. Sie fühlen ihre eigene nationale Identität, obwohl sie unter sich, um den assyrischen und aramäischen Namen streiten.

In dem Artikel werden wir aufgefordert - als ein arabisches Volk, die arabische Einheit zu festigen und die Fahne des Arabismus hochzuheben. Nun frage ich diese Brüder und Schwester gezielt folgende Frage: Wollt ihr etwa diese Fahne empor hochheben, so sagt es und euer Schweigen, bewerte ich und viele Andere als Ohnmacht oder Einverständnis, doch seit doch mutig und sagt es öffentlich, damit andere damit umgehen können.

Ferner stellt sich die Frage; welche der politische Organisationen und der sozialen und kulturellen Verbände unseres Volkes bereit sind, den politischen Arabismus mit ihren Prinzipien zu verankern und für die Festigung einer nicht existierenden arabischen Einheit zu arbeiten.

Doch auch die Mehrheit der Bevölkerungen der Mitgliedsländer der arabischen Liga wollen diese schädigende Einheit nicht mehr. Denn jedes dieser Länder hat seine patriotische Besonderheiten sowie seine in liberalen und demokratischen Kreisen zu respektierenden eigenen Staatsgebiete, auf sie diese Völker stolz sind mehr als den Arabismus.

Die Kritiker sowie deren Kritiker zweifeln nicht daran, dass der Patriarch die Wahrheit über unsere Geschichte, Kultur und über die nationale Identität unseres nichtarabischen Volkes nicht verborgen ist. Sie sind allerdings verschiedener Meinungen über die Ursache dieses Artikels. Eine kleine Minderheit zweifelt daran, dass der Patriarch so Etwas schreibt oder begründen es so, um den Kritik zu ermeiden. Andere wollen es nicht Wahr haben.

Einige wollen es anderes verstehen, dass der Satz „Wir sind ein arabisches Volk“فنحن شعب عربي واحد nicht so verstanden werden soll als würde der Patriarch uns als Araber nennen. Einige Jugendliche und Intellektuelle, die im freien Westen leben, sind durch manche Details im Artikel frustriert und enttäuscht. Doch genau diese, die sich entwurzelt fühlen und auf der Suche nach einer Identität sind, finden mit diesem Bedürfnis andere Identitäten, die nicht auf der Nation beruht. Und werden noch größere Schwierigkeit finden einer fremden Nation außer dem Land in dem Sie leben anzugehören.

Doch auch eine besonders herrschende Meinung war, dass der Artikel dem Patriarchen diktiert wurde. Nun gesetzt den Fall - was auch sehr wahrscheinlich ist, dass die Apparate des syrischen Regimes, seine Heiligkeit dazu zwangen diesen Artikel zu veröffentlichen. Hier ist es wichtig, das Gegensteil auf offener und liberaler Art und Weise zu veröffentlichen, um dem Arabisierungsprozess standzuhalten und eine von den syrischen Apparaten beabsichtigte, Kluft zwischen der syrischen Kirche und der nationalen Bewegung zu vermeiden.

Doch es stellt sich auch die Frage, ob die Araber tatsächlich, die Syrisch-Orthodoxe Kirche brauchen, für den Aufbau einer arabischen Kultur oder einer nie zu erfüllenden und von den meisten ihrer ehemaligen Prediger nicht aufgegebenen arabischen Einheit.

Zwar lebt die Mehrheit der Gläubigen dieser Kirche in den Ländern des nahen Ostens, doch diese sehen sich in der Mehrheit zwar als ein Teil dieser Gesellschaften und tun ihren Beitrag aktiv und loyal für die Einheit und Stabilität der einzelnen Nationalstaaten, doch sie sind und fühlen sich nicht als Araber. Den sonst würde die syrisch-orthodoxe Gemeinde in der Türkei mit den Behörden in der Türkei Ärger haben, warum sie sich nicht als Türken proklamieren. Und das auch in Persien.



Klar ist doch, dass die Christen des syro-mesopotamischen Raumes schon vor der gewaltsamen Eingreifung der arabischen Muslime im Gebiet lebten.

Die aramäische demokratische Organisation sieht in ihrem Brief an den Patriarchen, dass die nationale Identität weder von de Patriarchen noch von sonst jemand entschieden wird.
Dann stellten sich auch einige die Frage, ob das Patriarchat sich ins politische Spiel einmischen will. Als Gläubige dieser Kirche ist es unser Recht natürlich dies zu wissen, damit wir eine Position beziehen können und mit der neuen Situation umgehen können. Diese politische Positionen kirchlicher Institutionen und Kirchen-Oberhäupter können auch zu Konflikten innerhalb unserer Gemeinden im Westen und in der Heimat im Irak, Syrien, Libanon und in der Türkei führen. Denn was passiert wenn einzelnen Bischöfe unterschiedliche politische Meinungen vertreten?
Solche Behauptungen nannte der syrische Pfarrer aus dem Libanon Sharbal George Samuel als Verbrechen gegenüber der Geschichte.




Ich bin mit diesem Kritik weder Antiaraber noch möchte ich den Patriarchen persönlich angreifen, sondern will meine Meinung und die Meinung vieler anderen die irgendwo schrieben und mir gegenüber anhand von Gesprächen über das Thema sich äußerten. Sie veröffentlichen öfters aus Rücksicht und aus bestimmten Interessen, ihre Meinung nicht. Nun sollen wir jedoch aus Rücksicht zu den Nachbarvölkern und um die Gleichheit und Gerechtigkeit zu erzielen, uns verschmelzen lassen und als Nation uns in die andere Nationen assimilieren lassen. So werden wir im Irak wie einer aus den Diskussionsforen schrieb, etwa Kurdo-Araber nennen und im Iran Perser und in der Türkei Türken und festigen eine Großtürkei. Wird das alles wirklich von den benachbarten Völkern von uns verlangt????

Die Politik der Assimilierung und der Verschmelzung anderer Nationen in die arabische Nation ist vorbei und die Zeit des friedlichen Zusammenlebens von unterschiedlicher Völker ist gekommen. In der auch diese Völker durch ihr Anderssein eine Bereicherung für die jeweiligen Ländern bilden. In den meisten arabischen Ländern Leben nichtarabische Völker, die zum Teil vor den Arabern das Gebiet ansiedelten.



Nun wie würden wir dann aber reagieren, wenn Bürger dieser Staaten die sich zum Islam bekannten und die Mehrheit sich ihren nichtarabisch Wurzeln bewusst werden, dann stünden wir vor einer neuen Situation auf die wir nicht vorbereitet sind.



Gravierenden Fehler und einen ganz gefährlichen Schritt ist jedoch auch, die Rede von der Nation der Kirche. Was nur die Interessen fremder Kräfte bzw. anderer Völker und anderer Interessen dienen kann – doch nicht die eigene. Dies treibt leider ein Teil der Nationalbesinnten, sich von der Kirche zu distanzieren oder eben auch sich in extremen Situationen gegen die Kirche aufzuheben. Beides entfremden die jungen Generationen und wirken langfristig sehr negativ, da den Kirchen diese Jugend verloren geht und unsere relativ kleine traditionelle ostchristliche Kirchen, werden als Gemeinden und als Institute noch schwächer.

Ich sehe auch, dass die pan-mesopotamistischen Gedankenwerte, die Traditionen unseres Volkes und die der Kirche aufbewahren. Sie fördern e die politischen und kulturellen Ziele unseres Volkes. Sie verbinden dem Namen der syrischen Kirchen und der Geschichte des einen Volkes dieser Kirchen. Sie bringen jedoch auch die ideologische Verbindung zwischen den Nachfahren der (Summern, Chaldäern, Babylonier, Assyrer, Aramäer und Phönizier) und Mesopotamien, Libanon und Syrien zum Ausdruck. Im Mittelpunkt dieses Gedankengutes steht die Auffassung vom syrischen Christentum und von dem einen Glaube, doch auch von der Ursprungsheimat als die historische Heimat aller Assyrer, Chaldäer, Maroniten und Syrer.

Doch der Gedankengut des Arabismus konnte in dieser kurzen Zeit politischer Herrschaft arabistischer Diktaturen und trotz der Zwangsarabisierung, doch sie kommen wirklich einige Tausend Jahre zu spät und müssen wahrscheinlich einige hundert Jahren mehr noch auf dieser Art und Weise herrschen, um unsere Hochkultur ins Grabe zu werfen – Gotte behüte.





Sicherlich kann eine eigenständige und tiefverwurzelte Nation nicht durch einen Artikel ausgelöscht werden, sondern sie besteht einfach in der Heimat, in der Geschichte, in der kulturellen Erbe, in den vielen historischen Zeugen und natürlich auch in den menschlichen Trägern ihrer Hochkultur. Diese Hochkultur konnte weder von dem Genozid noch der vielen Massaker und Arabisierung und Islamisierung, Vertreibungen und Verfremdungen erden unsere Kultur nicht begraben werden. Doch diese Entwicklungen und die ungesunde Phänomene innerhalb unseres Volkes, sind ein Resultat des Versagens der Intellektuellen und der politischen Organisationen sowie der sozialen und kulturellen Institutionen. Es ist wichtig gerade in der Frage der nationalen Identität mit einer objektiven Analytik und Dialog anzugehen und die fundamentalen Elemente unserer kulturellen und nationalen Identität hervorheben. Dabei ist es von absoluter Notwendigkeit, die historischen, kulturellen, geographischen und menschlichen Elemente dieses Volkes und dieser Hochkultur miteinander zu verbinden.





Raif Toma



10.09.2005

التعديل الأخير تم بواسطة fouadzadieke ; 10-09-2005 الساعة 05:17 PM
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